Überlegungen für 2021 und die Zeit nach Corona

 

 

Liebe Interessierte – schön – dass Sie und Ihr bei uns reinschauen!

 

Das hätten wir vor nun fast 5 Jahren nicht für möglich gehalten, dass die Idee von checkpoint:demokratie so wichtig werden würde!

 

Jedoch hat das verstörende, Angst machende, pandemische Jahr 2020 gezeigt, wie aufmerksam und wachsam und wehrhaft alle Demokratien sein müssen, dass Hetzer in Krisen die vielfältigen, gesellschaftlichen Gruppierungen nicht gegeneinander ausspielen!

 

Und gleichzeitig wurde es so deutlich wie kaum zuvor in der Nachkriegsgeschichte, wie stark die Demokratien sein können und dass Solidarität weltweit möglich ist!

 

Zu allererst möchte ich Danke!! sagen!

 

Danke an all meine Helden und Heldinnen in diesem unvergesslichen, berührungsarmen, vergangenen Jahr:

 

Stellvertretend für alle – möchte ich die Krankenschwestern und Krankenpflegern nennen – die Alten- und Kinderbetreuerinnen und – Betreuer. All die Lehrerinnen und Lehrer – die Verkäuferinnen und Verkäufer – die Virologinnen und Virologen - die Ärztinnen und Ärzte - die Krankenwagen Fahrerinnen und Fahrer. Die Liste ist endlos, denn ich bin wirklich sehr sehr dankbar dafür, dass durch ihr Mittun und Zutun unsere Gesellschaft in jedem Augenblick ihre Menschlichkeit – Solidarität und Verantwortung bewiesen hat!

 

Sie alle sind mutige – fleißige und mitfühlende MitdenkerInnen – NeudenkerInnen und VordenkerInnen.

 

Und sie sind die Mehrheit in diesem wunderbaren 80 Millionen Land!

 

Ich bin dankbar, dass es sich wieder mal bewiesen hat, dass die Demokratie auf einem tief humanen und sozialen Gewissen und Wissen fußt. Und dass sie sich stets bemüht um den richtigen Weg und die beste Lösung, dass sie bereit ist, ständig dazu zu lernen und sich neu aufzustellen.

 

Wir haben es gesehen, dass es in einem kleineren Land wie Neuseeland mit einer großartigen politischen Verantwortlichen vielleicht etwas zeitsparender möglich ist – als in einem riesigen, föderalen System wie dem unseren, dessen politische Führung sich jedoch genauso zuverlässig – transparent – verantwortungsvoll – empathisch und solidarisch verhalten hat.

 

So furchtbar diese weltweite Seuche für Hunderttausende war und leider noch lange sein wird und so sehr sie mir auch weiterhin Angst macht – so deutlich hat sie aber auch gezeigt, dass wir über alle Grenzen hinweg, einsichtig zusammenhalten und verzichten können - wo es und wenn es nötig ist.

 

2020 hat mich in meiner tiefen Überzeugung bestärkt, dass wir weltweit solidarisch sein können und  dass die überwiegende Mehrheit auf dem Planeten Mitmenschlichkeit – Fürsorge und Respekt praktizieren kann! – die elementaren Bausteine einer demokratischen und sozialen Lebens- und Staatsform in Frieden und Freiheit.

 

Deshalb möchte ich Sie Alle – liebe Interessierte – Freundinnen und Freunde der Demokratie bitten und auffordern:

 

Lassen Sie uns gemeinsam die beste aller Lebensformen schützen vor so genanten Alternativen und Rettern und Großmachern – vor den Hetzern – den Rassisten – Nationalisten und Corona- und Holocaustleugnern!

 

Vor uns steht ein wichtiges Wahljahr. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass der parlamentarische Arm der deutschen Faschisten aus dem Bundestag verschwindet! Sie sind keine ‚Alternativen’, es sind die alten Braunen in blau getüncht!

 

Lassen wir es gemeinsam nicht zu, dass sie unsere vielschichtige – vielfältige – hoch differenzierte und wunderbar diverse – multikulturelle und rechtsstaatliche Gemeinschaft noch weiter spalten!

 

Für mich als Künstlerin wurde es im letzten Jahr besonders schmerzhaft deutlich, wie wenig ich mit meinem Können in einer lebensbedrohenden Situation ausrichten kann. Und dass ich sogar anderen schaden könnte, wenn ich meine Berufe ausübe. Also habe ich traurig akzeptiert, dass ich nicht mehr auf die Bühne durfte, weder Lesungen machen noch Unterrichte geben konnte. Ich war dazu verdammt hilflos zuzuschauen, wie ich nur mit meinem solidarischen Verhalten die Situation stabilisieren kann.

 

Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass wir alle unterschiedliche Aufgaben haben auf der Welt, dass unsere Talente zu unterschiedlichen Zeiten gebraucht werden!

 

Und 2020 war nicht das Jahr der Künstlerinnen und Künstler – der Musikerinnen und Musiker – der Schreiberinnen und Schreiber – der Malerinnen und Maler und von noch Vielen – die in der Kreativwirtschaft ihr Geld verdienen.

 

Wir alle haben riesige finanzielle und auch emotionale Einbrüche. Tausende sind auf die Jobcenter angewiesen – aber ich habe Niemanden erlebt – der oder die deshalb das Parlament gestürmt oder zu Hetze aufgerufen hätte!

 

Wir wissen, dass wir keine Leben retten können. Jeder und Jedem ist klar, dass wir im besten Fall die Leben unserer Zuschauerinnen und Zuschauer nur etwas verschönern können – etwas erleichtern und hoffentlich auch bereichern. Wir möchten aufheitern und zum Nachdenken und Weiterdenken anregen und mit unserem Können und Tun die Menschen berühren. Denn unser Tun besteht aus Emotionen, die in den unterschiedlichsten Handwerken zu einem Ausdruck werden.

 

Das ist kein Hobby und wir sind keine Freizeitfüller!

 

Wir haben unser Handwerk erlernt – haben studiert – jahrelang geübt und lernen täglich weiter und leben für unser Tun! Dieses Tun ist unser Beruf und unsere Berufung – 24 Stunden – 7 Tage die Woche – das ganze Jahr hindurch.

 

2020 muss das letzte Jahr sein, dass wir wie Tagelöhner behandelt wurden!

 

Wir wollen nicht gegen die Bedeutung der anderen gesellschaftlichen Gruppen abgewogen werden – ob und wer und wie weit wir ‚systemrelevant’ sind oder nicht!

 

Wir Kultur Schaffenden arbeiten an dem ständig wachsenden Archiv der Menschheitsgeschichte, die den zukünftigen Generationen von unserer Kontinuität erzählt  und sie erhält!

 

Es gab eine Menge Petitionen und offene Briefe an die Regierenden – ich selbst habe einen geschrieben, dass sich an dieser Sichtweise dringend etwas ändern muss! Und so hoffen wir, hoffe auch ich inständigst, dass die neue Regierung die ‚Kultur’ endlich als ein unentbehrliches Grundrecht in das Grundgesetz aufnehmen wird! Und uns Kulturschaffenden die Würde und Wichtigkeit unseres Schaffens nicht nur attestiert und respektiert sondern legitimiert und ihr besonderes Arbeitsumfeld und Arbeitsweise steuerrechtlich allen Soloselbstständigen gleichstellt!

 

Leider verstehen die meisten nicht, dass ein kulturelles und politische Bewusstsein dem Wesen nach siamesische Zwillinge sind – untrennbar miteinander verbunden – aber während der Pandemie wurde es unübersehbar – wie sie von der Politik als Mittel zum Zweck missbraucht wird - entweder zur Agitation oder zur Präsentation.

 

Noch immer trennt das gemeinschaftliche Bewusstsein die Kultur von allen Lebensbereichen – ohne den Kreislauf der Kultur zu erkennen, aus dem heraus sich politisches Handeln organisiert!

 

Kultur ist ein immer währendes Prinzip - solange es gestaltende Menschen gibt: sie ist Archiv - Utopie und Navigation!

 

Kultur ist per Definition die DNA des gesellschaftlichen Gemeinwesens - dessen neuer Mitbewohner nun auch ein massenhaft tödlicher Virus ist - als Ergebnis unseres unkultivierten - missbräuchlichen Umgangs mit unserer Kultur - mit uns selbst und unserer Umwelt.

 

Auch wenn wir die Schöpfung als ‚göttliche Ewigkeitsformel’ belächeln - physikalisch betrachtet ist die Kultur das Gottesteilchen unserer Existenz und des Zusammenlebens. Sie ist der schöpferische Kitt, der die Menschheit zusammenhält und immer während fortsetzt.

 

Deswegen bin ich überzeugt - dass 'Kultur' - wie die 'Würde' ins Grundgesetz gehört - als etwas Unantastbares der Conditio Humana!

 

Ja – es wird eine neue Regierung geben und das ist auch gut so! Dennoch ist die einmalige Merkel Ära bereits jetzt in unserem kulturellen Gedächtnis – mit nur drei Worten: Wir schaffen das! Und diese drei Worte sollten uns Mahnung und Aufgabe sein, die zukünftigen sozialen Aufgaben ohne Scheu vor der Größe der Aufgabe anzugehen: Wir brauchen eine neue Sozialordnung mit einem Bürgergeld und einer Bürgerversicherung!

 

Wir brauchen ein neues Steuersystem für Vielverdiener mit einem gesonderten Solidaritätszuschlag

 

Wir brauchen ein neues Bildungssystem mit neuen Inhalten und erweiterten Angeboten in den Bereichen Demokratie - Ethik – Philosophie – Kunst – Medien – Verantwortung und Empathie.

 

Lasst uns NeudenkerInnen –DurchdenkerInnen – NachdenkerInnen werden

 

Denn so genannte Querdenker lesen nur quer und verstehen deshalb auch nur die Hälfte!

 

Vor allem müssen wir zu  VORdenkerinnen und -denkern  einer transplanetarischen, nachhaltigen Ordnung werden – die die Schwachen nicht instrumentalisiert und für den Erhalt ihrer Interessen missbraucht - wie es die versammelte Rechte von Trump – Erdogan – Bolsonaro – Orban usw. tun.

 

Die Demokratien der Moderne brauchen einen neuen Solidarpakt zwischen den sozialen Schichten und die Solidarität der Besitzenden und Vermögenden mit denen – die durch die Moderne isoliert sind.

 

Nicht der Kapitalismus ist das Problem – sondern die Kapitalisten.

 

Nicht der Besitz ist ein Problem – sondern die Besitzenden.

 

Beides können wir politisch regeln und deren Akteure konkret zu Solidarität mit den Schwachen verpflichten – wie es bereits im Grundgesetz verlangt wird:

 

Artikel 14 Abs. 2 Grundgesetz: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen…“

 

Wir können das schaffen – wenn wir es wollen!

 

Lasst uns reden – was jede und jeder Einzelne dafür tun sollte und muss!

 

Demokratie ist eine Aufgabe und ein Auftrag für jeden Einzelnen – sie mit zu gestalten und sie vor Missbrauch zu schützen. Denn sie ist nur in dem Masse wehrhaft, wie jeder Einzelne sich für das Gemeinsame verantwortlich fühlt!

 

Ich freue mich auf Eure Ideen!

 

Passt gut auf Euch auf!

 

Herzlichst – Renan Demirkan – im Januar 2021

Gründerin und Vorstand checkpoint:demokratie e.V.

 

 




Wir trauern um Thomas Oppermann und werden sein genaues Zuhören, seine intelligenten und ruhigen Vorschläge und sein großes sozialdemokratisches Herz vermissen!

 

Danke für Ihre Schirmherrschaft unserer Buchpräsentation im Deutschen Bundestag am 13. Mai 2019.

 

Der Vorstand von Checkpoint: Demokratie e.V. am 26.10.2020

 

 

 

"Ich empfinde das als aktive Sterbehilfe"

Ein offener Brief von Renan Demirkan an Ministerpräsident Armin Laschet zu den Folgen der Corona-Krise für Kunst und Kultur.



Corona oder die ‚Waffen’ des Finanzministers

Jede Krise zeigt die Schwachstellen einer Gesellschaft und ihre Stärken wie unter einem Vergrößerungsglas. Sie zeigt ihre Kompetenz und ihre solidarische Kraft. Überschwemmungen genauso –wie Finanzkrisen oder wie jetzt – die Pandemie durch das Corona Virus.

 

Dass und wie sehr Deutschland kompetent – besonnen und solidarisch ist – hat die koordinierte Allianz aus Politik - Medien und Gesellschaft in den letzten zwei Wochen glaubhaft bewiesen. Und hat mich – als eine aus der Risikogruppe ü60 – sogar beruhigt und auch etwas versöhnt mit der extrem beunruhigenden Gefahr durch diesen unsichtbaren Feind unserer Gesundheit und deren Folgen bis in den Intimbereich hinein.

 

Aber ein Satz des Finanzministers hängt mir an wie eine Klette - was – um Himmels Willen! meinte Olaf Scholz – als er sagte: er habe alle ‚Waffen auf den Tisch gelegt’. Und wie kam er auf dieses militante Bild – um seine politische Handlungssicherheit zu bezeugen?

 

Gemischt mit einem überraschend zuversichtlichen Gesichtsausdruck und einem ungewohnten Körpereinsatz - indem er die Arme weit in Richtung der JournalistenInnen öffnete: ‚alle unsere Waffen liegen auf den Tisch’  - 550 Milliarden Euro - um den ‚Abschwung der Wirtschaft aufzuhalten’

 

Seitdem frage ich mich: Für Wen war dieser Satz gedacht – oder gegen Wen gerichtet? Er müsste es doch wissen – ‚Waffen’ sind per Definition ‚Instrumente zur Verwundung oder Tötung eines Gegners’.

 

Also bitte - erklären Sie es mir Herr Scholz: an wen wollen Sie diese 550 Milliarden ‚Waffen’ verteilen?

 

Das Coronavirus lässt sich durch kein Geld aufhalten – durch keine Grenze und schon gar nicht durch Drohungen.

 

Also: wen soll diese Mobilmachung besänftigen – oder wem droht sie etwas an? Und wenn ja – wie sieht diese Bedrohung aus? Oder wen soll diese Waffenlieferung absichern?

 

Nein ich frage Sie nicht – ob Sie vielleicht das Virus töten wollen - Herr Finanzminister – aber ich frage sie – wen wollen sie wirklich retten mit dieser Metapher?

 

Als Jurist müssten Sie doch wissen – dass sie keine Waffen verteilen dürfen! Und ohne Waffenschein geht da ja sowieso nichts – also  –um weiter in ihrer Metapher zu bleiben: wer hat schon den nötigen Waffenschein und wer muss noch einen beantragen und wer käme dafür erst gar nicht in Frage?

 

Ich für mich sage Ihnen – ich will und brauche keinen Waffenschein und ich will auch keine Waffen – ich will – dass sie meine Steuergelder gerecht verteilen – und zwar an die – die in dieser Krise härter betroffen sind und noch sein werden  – als je in einer der vorangegangen Krisen!

 

Und das ist diesmal nicht die Wirtschaft – das sind nicht die Banken – das sind nicht die Aufsichtsräte und niemand von denen  – die auf der Liste der 500 reichsten Millionäre und Milliardäre der Republik stehen – die waren schon vor der letzten Krise gelistet  - und dieser Zirkel wird sich auch nach dieser Krise wieder vergrößern – weil sich wieder mal einige mit unseren Steuergeldern ‚gesundschrumpfen’ werden.

 

Nur damit Sie mich nicht falsch verstehen Herr Scholz:

 

Mir geht es nicht darum – reiche Menschen an den Pranger zu stellen! Ich möchte deutlich machen – dass die Reichen nach dieser Krise ganz sicher nicht ärmer sein werden – während es die Schwachen diesmal wirklich noch viel härter treffen wird:

 

 die Zahl der Wohnungslosen und die Zahl der Bedürftigen vor den Tafeln wird explodieren!

 

 Und ich frage mich seit Tagen – warum haben sie diese Metapher gewählt – wie kommt ein Mensch in Friedenzeiten auf diese Idee? Ich bin Künstlerin – ich muss mich das fragen – denn jeder sprachliche Ausfall ist menschlich und hat menschliche Ursachen? Was war die Ursache bei Ihnen – einem Sozialdemokraten?

 

Also frage ich erneut - warum verteilen Sie unsere Steuergelder als ‚Waffen’ zur Rettung für die Wirtschaft und holen nicht die Wirtschaft als ‚Waffe’ für die Steuereinnahmen an ihren Tisch?

 

Warum rufen sie die 500 reichsten der Republik nicht zu Solidarität mit 80 Millionen ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger auf? oder bitten diese - von sich aus einen solidarischen Beitrag an die Allgemeinheit anzubieten:

 

Warum bitten Sie nicht Frau Klatten - Herrn Albrecht jr. - Herrn Schwarz - Frau Würth  - Herrn Oetker – die Liste ließe sich noch um weitere 495 ergänzen – und da sind die millionenschweren Aktionäre - Banken - Versicherungen und die gesamte Automobilindustrie nicht mitgezählt – warum bitten Sie diese nicht um eine Spende für Deutschland? Dass sie sich bereit erklären - für die nächsten 5 Jahre 75% ihres Einkommens zu versteuern? Es bliebe ihnen noch immer genug in ihren Börsen – mehr als die Mehrheit in einem Jahr verdient.

 

Die Starken könnten diesmal tatsächlich aktiv und wirkungsvoll das allgemeine Wohl stützen - statt wie so oft auf ‚Rettungsringe’ mit unseren Steuergeldern zu spekulieren.

 

Das wäre ein nachhaltiges und wirkmächtiges solidarisches Zeichen der Wirtschaft! Es wäre ein Bekenntnis – die Gesellschaft zusammenhalten zu wollen!  Es wäre ein Eingestehen – dass wir alle Betroffene sind! Es wäre ein sinnhaftes Angebot – gemeinsam gegen das nationalstaatliche Auseinanderdriften im In – und Ausland handeln zu wollen!

 

Stattdessen werden wahrscheinlich Riesenbeträge aus den Rücklagen des letzten Jahrzehnts – die von den Anteilen der Schwachen durch Lohndumping einbehalten wurden - wieder durch die Hinterstuben der ‚Krisengespräche’ auf Auslandskonten und in Abfindungsgehältern versickern.

 

Und ich sage das – fernab aller Verschwörungstheorien! Dies ist eine belegte Erkenntnis nach den vergangenen Krisen - sowie auch während und nach der Vereinigung geschehen!

 

Heute wissen es bereits die Schulanfänger – dass Rettungs-Kredite derzeit so günstig sind– wie seit Jahrzehnten nicht.

 

Trotzdem – und das bestätigen sämtliche Ökonomen der Republik - kann derzeit Niemand die Wirtschaft ankurbeln oder Nachfrage generieren - denn die Produktionsketten sind unterbrochen. Außerdem können kasernierte Menschen nichts kaufen.

 

Aber sie brauchen Geld – um wenigstens ihre Miete und den Lieferservice bezahlen zu können!

 

Auch wenn Kinder und Jugendliche ihre rührende Hilfsangebote für Hilfsbedürftige an Bäume tackern – bleibt es leider nur eine wunderbare Geste und ist kein Trost – denn am Ende des Monats bleibt das Konto leer.

 

Wie wollen Sie mir da helfen Herr Scholz? Welche ‚Waffen’ haben Sie da für mich vorgesehen?

 

Waren sei vielleicht nur überfordert - wie wir alle und fanden nicht die richtigen Worte. Dann sollten sie diesen Satz richtigstellen!

 

Mittlerweile ist es dem größten Skeptiker dieser Virusgefahr klar geworden – dass sie länger dauern wird und anders behandelt werden muss - als alle bisherigen Bedrohungen des gesellschaftlichen Friedens!

 

Deshalb glaube ich fest – dass es dringend notwendig ist – dass sich der Arbeitsminister – der Wirtschaftsminister und der Finanzminister zusammensetzen und einen sozialen Notplan vorlegen müssen – mit einem unbürokratischen Bürgergeld für alle betroffenen Berufsgruppen – die auf Rechnung arbeiten

 

Nötig wäre eine Unterstützung von 1.500€ - um den Ruin abzuwenden und nicht in der Verschuldung zu versinken – denn die meisten dieser Betroffenen haben kaum oder gar keine Rücklagen – um Ausfälle dieser Größenordnung abzufedern.

 

Das wäre eine nachhaltige Investition unserer Steuergelder in die soziale Balance – was sich irgendwann auch wieder auf den Konsum auswirken wird und so in den Wirtschaftskreislauf gehen würde – während die Entschädigungsgelder für Einkommenseinbußen – wahrscheinlich mehrheitlich wieder in Steueroasen verschwinden.

 

Ein sozialer Notplan der Bundesrepublik wäre eine Investition in die Demokratie – die vom Zusammenhalt aller gesellschaftlichen Gruppen lebt!

 

Eine Bereitschaft zu einer höheren Besteuerung der 500 Reichsten wäre eine Vitaminspritze für das lädierte Gemeinwohlgefühl.

 

Beide Maßnahmen zusammen wären eine nachhaltige Stärkung des Gemeinsinns – und ein unübersehbares Signal an alle – dass die offene Gesellschaft offen bleiben wird!

 

Renan Demirkan am 15.3.2020

 

 

 

"Eine Art Gegenentwurf zu Sarrazin"

Die hr-Sendung "Hauptsache Kultur" erklärt "... wenn ich mir was wünschen dürfte... Impulse für eine Demokratie der Moderne" zum Gegenentwurf für Thilo Sarrazins Bestseller-Thesen.

Dem Ausgrenzer werden von unseren AutorInnen lebensbejahende Entwürfe für die Weiterentwicklung der offenen Gesellschaft entgegengestellt. 

 

Dort 1 Rassist, hier 43 DemokratInnen: #wirsindmehr

 

Die Sendung finden Sie hier.

 


InTERVIEW ZUM BUCH

Renan Demirkan im WDR-Interview zum Buch "...wenn ich mir was wünschen dürfte... Impulse für eine Demokratie der Moderne" und warum sich Engagement für unsere Demokratie lohnt - hört rein:

 

Zum Interview



ES IST VOLLBRACHT!

Unsere Aktionen im Jahr 2018

Am 11. September 2018 erscheint im Schüren-Verlag das von Checkpoint: Demokratie herausgegebene Buch "...wenn ich mir was wünschen dürfte... Impulse für eine Demokratie der Moderne".

 

Das Werk ist voller Inspirationen, Ideen, Analysen und neuen Sichtweisen auf den Zustand unserer Demokratie und deren Zukunft. Eine Festschrift der Demokratie!

 

Mehr zum Buch und den 43 Autorinnen und Autoren erfahren Sie hier. Mitgewirkt haben Philipp Lahm, Guido Maria Kretschmer, Gesine Schwan, Michel Friedmann, Tanja Dückers, Götz Werner, Axel Pape, Hannah Dübgen, Gert Heidenreich, Antonia Rados, Nico Hofmann, Franziska Augstein, Mirna Funk, Sineb El Masrar, Judith Döker u.v.m.

 

Kaufen können Sie das Buch direkt im Schüren-Verlag oder in jeder gut sortierten Buchhandlung.

 

Wir danken allen Mitwirkenden für Ihren Einsatz und sind stolz, in nur etwa drei Monaten dieses wunderbare Werk realisiert zu haben!




Rückblick auf den Aktionstag vom 11.06.2017 in Köln

Am 11. Juni 2017 fand in Köln unter dem Titel „Lasst uns reden!“ ein Bürgerdiskurs statt. Rückblick Programm >>


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